Sonntag, 20. Juni 2010

Montag, 07. Juni 2010

Exkursion in den Süden
oder auch: Wie wir fast zu einer anderen Religion konvertiert wären

Um 8 Uhr am Morgen - nach einem langen Wochenende für praktisch alle (Welcher Tag ist hier nicht lang?) - stehen alle etwas müde vor der Schule. Doch pünktlich wie immer geht es mit grosser Motivation in den ‘wilden’ Süden. Der Tag an sich ist eigentlich eine einzige Busreise mit mehreren Stopps, jeder ein Erlebnis für sich.

Der erste Halt ist beim "Souffleur" (Nein, wir gehen nicht ins Theater!), wo sich die ‘Wows’ und 'Uuhhs' nur so häufen. Wie sich dort die Wellen mit einer hochspritzenden Gischt an den steilen Klippen brechen, das lässt niemanden unbeeindruckt.



Einen weiteren tollen Ausblick auf das Meer und die Küstenformation mit steilen Abhängen haben wir dann in Manapany von einer kleinen Aussichtsplattform aus.



Als wir das nächste Mal aus dem Bus aussteigen, finden wir uns plötzlich inmitten eines Meeres von Lava wieder. Okay, so abenteuerlich ist es dann doch nicht, weil die Lava von 2007 ist, doch faszinierend ist der Anblick des schwarzen Gesteins trotzdem. Etwas trostlos, aber doch faszinierend. Ein etwas tröstlicherer Anblick dagegen ist die Lava von 2002 und 2001, denn dort spriessen schon längst wieder die verschiedensten Pflanzen aus dem dunklen Geröll, das (laut Fr. Naber!) wie extrem grosse Kuhfladen aussieht.

Das komplette Gegenteil dazu ist unser Picknickort. Ein aussergewöhnlicher Küstenstreifen mit tropischen Bäumen dahinter und atemberaubenden Wasserfällen in den steilen Felswänden daneben. Da das Einzige, das Kuhfladen ähnelt, wieder mal das öffentliche Klo ist, halten wir es an diesem traumhaften Ort doch ganz gut aus.



Bevor es dann auf den Rückweg und zum letzten Stopp geht, halten wir noch an der Kirche in Sainte Rose. Doch die ist nicht irgendeine kleine Kirche, denn dann hätten wir auch sicher nicht dort gehalten. Nein, sie ist eine besondere, weil sie beim Vulkanausbruch 1997 komplett von der Lava verschont wurde. Man konnte wunderbar sehen, dass das heisse Erdinnere einfach rechts und links vorbeifloss.



Doch der lustigste unserer Stopps war wohl der letzte. Das Cap Méchant (Gemeines Kap) an sich ist das Gegenteil und macht seinem Namen keine Ehre. Auch hier brechen sich die Wellen in unglaublicher Höhe an den gefährlich steilen Felsklippen. Das eigentlich Lustige ist aber unsere neue Freundin Dörte, wie wir sie nannten. Eine alte, faltige Frau, die uns dazu bringen will, zu ihrer Religion (ich glaube dem katholischen Glauben, bin mir aber nicht sicher) zu konvertieren, indem sie immer wieder den gleichen Text herunterrattert, den wir aber nicht verstehen, und uns hinterherläuft. Wir hatten unseren Spass, sie eher nicht, aber da sie laut Fr. Naber vor 2 Jahren auch schon da war, macht ihr nicht mehr sehr viel wirklich Spass bei dem mässigen Erfolg, den sie wohl hat.



Letztendlich sind wir nicht konvertiert (wie auch, wenn die meisten schon katholisch sind?!) und hatten trotzdem alle einen weiteren tollen Tag auf der Trauminsel und wollen eigntlich gar nicht mehr wirklich weg. Ich zumindest nicht. =)

Viele Grüsse also von der Insel ins verregnete Deutschland von eurer Susi